TikTok, Instagram, YouTube – überall flackern neue Impulse im Sekundentakt. Und wir mittendrin – nicht anwesend, sondern betäubt. Was wie Unterhaltung wirkt, ist oft eine stille Betäubung. Ein digitales Schmerzmittel.
Je mehr wir konsumieren, desto weniger spüren wir uns selbst. Unser Hirn wird überflutet mit Reizen, unser Herz bleibt leer. Wir sind beschäftigt, aber innerlich leer. Wir sind online, aber nicht verbunden.
Diese permanente Reizüberflutung macht uns krank. Wir schlafen schlechter. Wir denken fragmentierter. Wir verlieren unsere Fähigkeit, Stille zu ertragen. Und damit die Fähigkeit, Schmerz wirklich zu fühlen – und zu heilen.
Wenn du zum zehnten Mal am Tag zum Handy greifst, frag dich nicht nur, was du sehen willst. Frag dich: Was willst du gerade nicht fühlen? Und wenn du mutig bist, leg es weg. Für eine Stunde. Für einen Tag.